Umwelt- und Qualitätsmanagement
Umwelt- und Qualitätsmanagement zusammengefasst im Intergrierten Betriebsmanagement (IBM)
Grundlagen
In Unternehmen gibt es Methoden, Instrumente oder Systeme, um den Anforderungen verschiedener Managementbereiche (z. B. Qualität, Umweltschutz, Arbeitschutz, Nachhaltigkeit, Risiko etc.) gerecht zu werden. Dies kann in Form von nationalen oder internationalen Managementsystemen (z. B. Qualitätsmanagement ISO 9001, Umweltmanagement ISO 14001) oder in anderweitiger Form durchgeführt werden. Häufig erfolgt deren Handhabung allerdings nebeneinander, wodurch „Insellösungen“ entstehen, die zudem mit Überschneidungen, unklaren Schnittstellen oder konträren Regelungen das ganzheitliche Zusammenwirken verhindern und betriebliche Ressourcen verschwenden. Das integrierte Management hingegen führt die „isolierten“ Managementfelder zusammen und trägt dadurch zu einer bereichsübergreifenden Betrachtung bei. Jeder Verantwortliche in seinem Bereich wird dann in die von ihm zu bearbeitenden Prozesse ganzheitlich für die Qualität, den Umweltschutz, den Arbeitsschutz etc. mitverantwortlich gemacht. Wesentliche Vorteile sind die Nutzung von Synergieeffekten und die Ressourcenbündelung im Sinne schlanker Organisationsstrukturen. Insbesondere KMU’s können damit eine Wertsteigerung erreichen und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)
Vorteile
- Vermeidung von Doppelarbeit und Überschneidungen: Die Anforderungen aus den (Teil-) Managementsystemen werden den betrieblichen Tätigkeiten zugeordnet, wobei anschließend eine Lösung erarbeitet und zentral archiviert wird.
- Nutzung von Synergieeffekten: Lösungen, die einmal entwickelt wurden, können für andere Systeme genutzt werden. Wenn z. B. im Qualitätsmanagement bereits überlegt wurde, wie aktuelle Dokumente an die richtige Stelle gelangen und alte Dokumente aus dem Verkehr gezogen werden (Dokumentenlenkung), kann diese Lösung auch im Umwelt- und Arbeitsschutz verwendet werden.
- Ganzheitliche Sicht der Unternehmensprozesse: Tätigkeiten werden im Zusammenhang analysiert und verbessert. Werden dabei widersprüchliche Anforderungen entdeckt, können diese geklärt und eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung erarbeitet werden.
- Begrenzung des Verwaltungsaufwandes für das Managementsystem: Notwendige Strukturen können gemeinsam genutzt werden, z. B. eine gemeinsame Dokumentation in einem Management-Handbuch.
- Wettbewerbsvorteil: Die Qualität der Produkte/Dienstleistungen, die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit wird zu einem zentralen Wettbewerbs- und Marketingthema. Alleinstellungsmerkmale werden herausgestellt und verbessern den Marktauftritt und das Firmenimage.
- Basis für Zertifizierungen: Das IBM lehnt sich an bekannte Managementsysteme an, wie z. B. ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement).